Historie des FlightSim Konstanz

2010/12: Unter dem Programmtitel “Rendezvous mit der Zukunft” und unter der Leitung des Dozenten Dr. Michael Kalff startet das Projekt FlightSim an der Konstanzer HTWG, welches Im Rahmen der Nachhaltigkeitsentwicklung vom Land Baden-Württemberg gefördert wird. Bereits zwei Monate zuvor trafen sich Dr. Michael Kalff und Kurt Lidwin für eine erste Besprechung, Kurt Lidwin übernimmt bei dem Projekt die Betreuung des EDV- Bereiches. Als Basissoftware wird der Microsoft Flugsimulator “FS X” festgelegt.

2011/02: Das erste Gesamttreffen zum Flugsimulator-Projekt FlightSim Konstanz findet statt. Um den anwesenden Interessenten die ersten Möglichkeiten aufzeigen zu können, wird der private Rechner von Dr. Michael Kalff zusammen mit einem Saitek Yoke des Studenten Florian Röhm, aufgebaut.

2011/03: Aufbau und Installation des inzwischen eingetroffenen eigenen Rechners und der weiteren Hardwarekomponenten. Mitte März ist die Installation des neuen Rechners mit dem FSX und diverser Add-Ons so weit fortgeschritten, dass mit der Simulationspilotenausbildung begonnen werden kann. Neben dem Großbildschirm zur Darstellung der Szenerie, umfasst die Hardware auch einen Touch-Screen, auf dem die Instrumentenpanels der jeweiligen Flugzeugmuster angezeigt werden.

2011/06: Florian Röhm führt an seinem privaten Rechner Kurt Lidwin einen Online-Flug mit dem FSX und VATSIM vor, bei dem der gesamte Funkverkehr und die Koordination der beteiligten Flugzeuge und ihrer Flugrouten über VATSIM gesteuert wird. Bei VATSIM sind andere Personen beteiligt, die als Fluglotsen fungieren und – der Realität entsprechend – die sowohl die Abläufe auf dem Boden als auch in der Luft steuern.

2011/07: Schon bald nach Beginn des Projektes werden Kontakte zur Pilotenszene des Konstanzer Flugplatzes geknüpft. Das Projekt sieht u. a. vor, dass aktive FlightSim-Mitglieder, im Rahmen von realen Flügen, das tatsächliche Flugverhalten eines Flugzeuges, im Vergleich zu einem Simulator, studieren können. Hierfür stellt der Pilot Helmut Walter seine Zeit und sein Flugzeug, eine viersitzige Piper Dakota Baujahr 1981, kostenfrei zur Verfügung. Die SWISS ermöglicht diese Flüge mit einem Zuschuss zu den Spritkosten, ebenso unterstützt die Flughafengesellschaft Konstanz das Projekt, in dem sie auf die Landegebühren verzichtet.

2011/07: Für einen Kurzfilm, der über das FlightSim-Projekt informieren wird, führen die Journalisten Norbert Neininger mit Juliane Dross sowie der Kameramann Martin Hollingsworth einen realen Flug durch.

2011/08: Beginn der Bauarbeiten am Alu-Rahmen des Flugsimulators. Das Konzept des Simulator sieht ein zweisitziges Cockpit vor. Hierfür wird ein Rahmengerüst konstruiert, das auf der Basis von verschraubten Alu-Industrieprofilen, zusammen mit einer Bodenplatte, zu einem statisch stabilen Gehäuse zusammengesetzt wird. Die Seitenkästen, eine Mittelkonsole und die Aufnahmekonstruktionen für Steuerelemente und Pilotensitze (Autositze vom Schrottplatz) werden zeitgleich geplant und gebaut.Die Bauarbeiten werden filmisch dokumentiert, die Aufnahmen sind später Teil des Kurzfilms zum FlightSim-Projekt.

2011/09: Dr. Michael Kalff lädt die Präsidiumsmitglieder Präsident Dr. Handel, Prof. Dr. Voigt und Prof. Dr. Steinhilber zu einem “Präsidiumsflug im Flugsimulator der HTWG” ein.

2011/10: Am anschliessenden Nachhaltigkeitstag wird der Flugsimulator der HTWG und der Öffentlichkeit vorgestellt; der inzwischen fertige Kurzfilm wird mittels Beamer auf die Aussenseite der Simulatorrückwand projiziert.

2011/11: Der Kurzfilm des Flugsimulator-Projektes FlightSim Konstanz geht unter der URL https://www.youtube.com/watch?v=YCwJlVF3N-0 online.

2012/05: Der Flugsimulator wird erstmals bei der »Langen Nacht der Wissenschaft« an der HTWG Konstanz präsentiert.

2012/07: Die Mitglieder des FlightSim-Konstanz besuchen das Swiss-Aviation-Training-Center in Zürich.

2013/04: Ausstellung des großen Fixed-Base-Simulators auf der AERO 2013 in Friedrichshafen. Die am FlightSim-Projekt beteiligten Schüler sowie Studenten der HTWG führen unter der Leitung vom Dr. Michael Kalff zahlreichen Besuchern den Simulator vor. Gleichzeitig findet in Deutschland der jährliche Girls’Day statt, indessen Rahmen die interessierten jungen Schülerinnen in unserem Simulator ihre ersten Schnupperflüge absolvieren. Während der fünf Ausstellungstage entpuppte sich der Simulator als echter Publikumsmagnet und war daher mehr als ausgelastet.

2013/04: Umzug ins Technologiezentrum-Konstanz “TZK”. Beginn einer Kooperation mit der ebenfalls im TZK ansässigen Firma SENplates. Dort können, zur Herstellung von weiteren Simulatorkomponenten, die in der Firma vorhandene CNC-Fräsmaschine, mit den entsprechenden CAD-Programmen mitbenutzt werden.

2014/05: Installation eines Beamers, im Austausch für den bislang verwendeten Großbildschirm. Um ein besonderes realistisches Simulationserlebnis bieten zu können, wird ein HD Projektor installiert, der den Piloten die vor ihnen liegende Landschaft auf einem “Curved Screen” projiziert.

2014/05: Zweite “Lange Nacht der Wissenschaft” in unserem Simulatorraum des Technologiezentrum-Konstanz. Während einer Life-Videoübertragung zum Kulturzentrum am Münsterplatz, informiert Projektleiter Dr. Kalff vor Ort interessierte Personen über den FlightSim-Konstanz, um sie auf den nachfolgenden Flug im TZK vorzubereiten. Die Idee hat der Student Tobias Kuhnert, der zusammen mit weiteren Mitgliedern, die Übertragungsleitung sowie eine Justiereinrichtung für die dazu verwendete Kamera realisiert.

2014/10: Beginn einer Kooperation mit der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen. Im Rahmen einer fächerübergreifenden Projektwoche der pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen stellen wir einer Klasse mit 24 Schülern unseren Simulator vor und gewähren Ihnen einen interessanten Einblick in die Luftfahrt. Dabei werden die Unterrichtsfächer Mathematik und Physik mit der Thematik des Fliegens verknüpft. Die begeisterten Schüler erleben direkt und auf praktisch Weise die Auswirkung physikalischer Gesetzmäßigkeiten im Simulator.

2015/04: Beginn einer Kooperation mit der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz. Der Schulleiter sowie weitere am Technischen Gymnasium tätige Lehrer informieren sich über unser Projekt bei einem Treffen im Technologiezentrum Konstanz.

2015/04: Beteiligung beim Girls’Day 2015. Wie bereits im Jahr 2013 auf der AERO, informieren wir auch dieses mal die jungen Schülerinnen über die fliegerische Technik in unserem FlightSim und bieten Schnupperflüge an.

2015/07: Beginn einer Kooperation mit der Segelfluggruppe Konstanz

2015/07: Zunehmendes Interesse von Piloten befreundeter Flugsportvereine sowie das für den August terminierte Flugplatzfest führt zur Idee, einen speziell für solche Anlässe geeigneten Simulator zu entwickeln, der einfach transportiert und schnell auf- und abgebaut werden kann. Für den innerhalb 3 Wochen realisierten Simulator wird eine kompakte Steuerungseinheit entworfen, die die wichtigsten Schalt- und Kontrollfunktionen enthält.

2015/08: Beteiligung des FlightSim beim Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz Konstanz. Feuertaufe unseres neuen Event-Simulators. Dieser wird von den Besuchern mit Begeisterung aufgenommen.

2015/09: Beginn Prototypen-Entwicklung für ein eigenes Steuerhorn (Yoke).

2015/10: Erneuter Klassenbesuch der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen, im Rahmen der jährlichen Projektwoche, zum Thema Fliegen, in den Fachbereichen Physik und Mathematik.

2016/01: Vorführung unseres Event-Simulators, im Rahmen des Informationstages der Zeppelin-Gewerbeschule-Konstanz.

2016/04: Beteiligung beim Girls’Day 2016. Wie bereits die Jahre zuvor, sind wieder zahlreiche Schülerinnen aus unterschiedlichen Klassen bei uns zu Besuch. Eine besonders engagierte Gruppe nimmt sogar den weiten Weg aus der Gegend von Sigmaringen auf sich, um unser Projekt kennen zu lernen.

2016/10: Beteiligung des FlightSim Konstanz am Drachenfest, auf dem Flugplatz in Hilzingen. Erstmals kommt unsere Entwicklung eines Geschwindigkeitsmessers erfolgreich zum Einsatz.

2016/10: Beginn des Cessna-Projektes. Überraschend erhalten wir von einem befreundeten Vereinspiloten eine alte Cessna-Cockpitzelle geschenkt. Das gute Stück dürfen wir bei der Segelfluggruppe Konstanz in deren Vereinslokal restaurieren. Bis in den Dezember hinein beschäftigen sich Mitglieder des FlightSim sowie Schüler der Segelfluggruppe mit dem entfernen des alte Lackes.

2016/11: Wir lernen den an der Uni Konstanz forschenden Professor M. Wikelski kennen, der mit seiner Cessna 172 im Rahmen eines ornitologischen Forschungsprojektes auch Ortungsflüge durchführt. Sein Flugzeug ist am Konstanzer Flugplatz stationiert und mit genau dem Panel ausgestattet, welches wir als Vorbild für unser neues Simulatorcockpit ausgewählt haben. Zum Zwecke des Nachbaus, dürfen wir die Details an seinem Flugzeug genauestens vermessen.

2016/11: Der Schüler Marian Keller, der sich in der Segelfluggruppe Konstanz in Ausbildung befindet, absolviert die Theorieprüfung für den Segelflugschein. Das BZF2-Funksprechzeugnis hat er bereits seit einem Jahr in der Tasche.

2016/12: Der Schüler Benjamin Faller absolviert den jährlich angebotenen Funksprechlehrgang bei den Segelfliegerkollegen des Singener Vereins und erhält nach bestandener Prüfung das englischsprachige BZF1-Funksprechzeugnis.

2017/01: Im Rahmen des diesjährigen Informationstages der Zeppelin-Gewerbeschule Konstanz stellen wir unsere neuesten Entwicklungen vor.

2017/02:Fortführung unseres Cessna-Projektes. Der restliche alte Lack wird entfernt. Das zum Teil sehr stark korrodierte Aluminiumblech wird nun Stück für Stück aufgearbeitet und hochglanzpoliert. Ebenso die stark mitgenommenen Plexiglasscheiben. Parallel dazu restaurieren wir die eingerosteten Pedale und versetzen sie wieder in funktionsfähigen Zustand.

2017/05: Info-Veranstaltung der VHS am Flugplatz Konstanz. Während erfahrene Piloten und der Flugleiter über den Flugbetrieb und die damit verbundenen Verfahrensabläufe informieren, dürfen die Interessenten nach einem kurzen Rundflug über den Bodensee, in unserem EventSim selbst Hand ans Steuer legen. Sie erfahren hautnah, wie viel Geschick und Übung es bedarf, ein Flugzeug im dreidimensionalen Raum und unter dem Einfluss der nicht immer ruhigen Mischung Luft, richtig zu manövrieren.